Frauen im Fokus: Gyda

Unternehmerin mit Kurswechsel während der Pandemie

Frauen im Fokus: Gyda

Unternehmerin mit Kurswechsel während der Pandemie

Gyda hat ihr berufliches Leben wegen der Pandemie komplett umgestaltet.

Mein Name ist Gyda und 20 Jahre (1994-2014) habe ich im 3. Bezirk, in der Nähe der Sofiensäle gewohnt. Seit 2008 arbeite ich im Dritten. Ich habe eine Fächerkombination aus Psychologie, Kommunikationswissenschaften, Pharmazie, Soziologie und Ernährungswissenschaften studiert und mir vor 13 Jahren einen eigenen Beruf kreiert. Ich hatte zuletzt zwei Kinderkurszentren in Wien (eines davon im Dritten) und gemeinsam mit einem Team von 17 Kursleiterinnen und einem Kursleiter ein großes Angebot an Kursen für Familien bereitgestellt.

Mitte März 2020 musste ich zuerst zwei Monate komplett zusperren danach habe ich zwischen Mai und Juni nochmals einen Versuch unternommen mit ein paar Kursleiterinnen den Kursbetrieb wieder aufzunehmen, aber es war nicht möglich, auch nur einen Teil der Fixkosten zu decken, was für eine 3-fache Mutter und selbstständige Frau wie mich nicht lange auszuhalten war. Und so fasste ich schnell den Entschluss etwas neues beruflich zu beginnen. Ich wünschte mir etwas Krisensicheres und etwas, wo ich viel Kontakt zu Menschen habe. Und so wurde aus dem Kreativraum mein Lieblingsladen. Hier können meine Kund*innen biologische-regionale-unverpackte und nachhaltige Lebensmittel, Haushaltswaren und Naturkosmetik kaufen.

Wir leben jetzt seit einem Jahr mit der Corona-Krise, die unseren Alltag komplett verändert hat. Was hat sich bei dir persönlich komplett verändert?

Mein Job hat sich komplett verändert. Ich warte darauf wieder Kurse und Workshops anbieten zu können, aber zusätzlich habe ich mir eine neue Betätigung geschaffen, die mich durch die Krise bringen soll.

Gibt es besondere Herausforderungen, die sich für dich persönlich in der Corona-Krise stellen? Wie bewältigst du sie? Hast du Tipps für andere Frauen in ähnlichen Situationen?

Besonders herausfordernd ist es, Familie und Job so zu bewältigen, so dass nichts auf der Strecke bleibt.

Hast du einen Lieblings-Ort im Dritten Bezirk? 

Ich liebe mein Geschäft und fühle mich dort frei und unabhängig. Es gibt nichts Besseres als die eigenen Interessen zur eigenen Beruf(ung) zu machen.

Auf was freust du dich besonders, wenn die Corona-Krise vorbei sein wird?

Darauf, meine Kundinnen und Kunden ohne Maske zu sehen, mich meinen Mitmenschen wieder nähern zu können und vor allem meine Eltern und Tanten umarmen zu können.

Gibt es einen Wunsch, den du an die Politik hast?

Die Politik hat in Krisenzeiten eine schwere Position, sie muss schnell reagieren, ohne die Möglichkeit zu haben sich in Ruhe einen Überblick über die Situation verschaffen zu können. Ich würde mir mehr Einigkeit und Verständnis für unterschiedliche Sichtweisen wünschen.

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