Landstraßer Hauptstraße

Da geht noch was!

Landstraßer Hauptstraße

Da geht noch was!

Wir haben die Anrainer*innen der Landstraßer Hauptstraße befragt, was sie sich wünschen würden.

Wir legen unsere Vorstellungen und Visionen zu unserer größten Einkaufsstraße offen dar, aber die Wünsche aus der Bevölkerung sind für uns ebenso wichtig. Daher haben wir im September die Anrainer*innen der Landstraßer Hauptstraße mittels einer Postsendung befragt. Das Echo war beachtlich und die Antworten übertreffen unsere Erwartungen. Viele Menschen wollen Bäume, Platz zum Verweilen und ein Ende des Durchzugverkehrs. Wir wollen das bekanntlich auch.

Unsere Grüne Vision für die Landstraßer Hauptstraße ist eine Begegnungszone von Wien Mitte bis zum Rochusmarkt. Seit 2015 haben wir zwei Studien zur Verkehrsberuhigung in Auftrag gegeben. Die aktuelle Studie von 2020 empfiehlt außerdem auch eine neue Straßenbahnlinie statt dem überlasteten 74A nach St. Marx. Wir finden: Nach drei Jahrzehnten brauchen die Landstraße – und der Rochusmarkt als Zentrum des Grätzels – dringend ein Upgrade.

REGE BETEILIGUNG

Die Pläne zur Neugestaltung der Landstraßer Hauptstraße sorgen bereits länger über die Bezirksgrenzen hinweg für Aufsehen. Nun haben wir den nächsten Schritt gesetzt: Die Menschen, die in unmittelbarer Nähe der Landstraßer Hauptstraße leben, wurden im großen Stil nach ihren Wünschen für eine Umgestaltung befragt. Wir haben im September circa 3.000 Fragebögen an Anrainer*innen geschickt. Mehr als 170 wurden bisher zurückgeschickt, und es kommen immer noch Antwortkarten herein. Das entspricht fast 6 Prozent und für diese Form der Befragung ist das eine beachtliche Response-Quote. 

Abgefragt wurden die Wünsche der Bevölkerung, unter anderem was Baumpflanzungen und Gestaltung für Fußgänger*innen sowie Verbesserungen für die Öffis und den Rad-Verkehr betrifft. Geschindigkeitsbeschränkungen, Durchzugsverkehr, Schanigarten waren natürlich genauso ein Thema. Wir wollten einen Gesamtüberblick, ein Stimmungsbild der Bevölkerung erhalten.

Her mit Bäumen & mehr Platz

Die Altersspanne der Menschen, die unseren Fragebogen ausgefüllt haben, reicht von 6 bis 79 Jahre. Allein das beweist, wie wichtig dieses Thema für die direkt Betroffenen ist. 

Das Ergebnis selbst ist auch für uns überraschend ausgefallen, wir haben nicht mit einer derartigen Zustimmung zu unseren Vorstellungen gerechnet: Mehr als 80 Prozent der Anrainer*innen wünschen sich mehr Bäume, 60 Prozent mehr Platz für Fußgänger*innen, dazu 80 Prozent mehr Sitzgelegenheiten sowie mehr Brunnen und offenes Wasser

Ein klarer Beleg dafür, woran es derzeit in der Landstraße mangelt und was die Bevölkerung dringend braucht! Andere Bezirke zeigen vor, wie begleitende Maßnahmen aussehen können: Im Grünen Bezirk Neubau ist der Bezirksvorsteher an die Garagenbetreiber herangetreten, um für alle Bewohner*innen günstige Stellplätze in Garagen anbieten zu können. 

Weniger Kfz-Verkehr

Ebenso deutlich fiel das Votum gegen den Kfz-Verkehr auf der Landstraßer Hauptstraße aus: 63% der Befragten wollen weniger Durchzugsverkehr. Die erwähnte Verkehrsstudie sieht hier eine Begegnungszone als Mittel der Wahl, so wie sie sich bereits in anderen Bezirken zur Verkehrsberuhigung bewährt hat. Ebenso wünscht sich eine Mehrheit (65 Prozent) sichere Fahrradwege. Einzig für die von den Verkehrsplanern empfohlene neue Straßenbahn gibt es derzeit keine Mehrheit (33 Prozent). Viele Anrainer*innen sind demnach zufrieden mit der Buslinen 74A und der U3.

Unser Fazit

Die Umfrage und viele Gespräche mit Unternehmer*innen zeigen uns: Die Menschen, die hier wohnen und arbeiten, wollen keine Minimalkompromisse, die oft viel Geld kosten und nichts bringen. Sie wollen nachhaltige Maßnahmen für mehr Aufenthalts- und Lebensqualität, mit denen auch die Auswirkungen der Klimakrise für die nächsten Generationen reduziert werden. Und wir als Grüne wollen das auch gemeinsam mit den Landstraßer*innen umsetzen.

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