Warum haben wir keinen Mistplatz mehr im Bezirk?

Stadträtin Ulli Sima: nicht wirtschaftlich und mit dem Auto ist es nicht weit in andere Bezirke

Warum haben wir keinen Mistplatz mehr im Bezirk?

Stadträtin Ulli Sima: nicht wirtschaftlich und mit dem Auto ist es nicht weit in andere Bezirke

Auf Anfrage der Grünen gibt Stadträtin Ulli Sima keine zufriedenstellende Antwort warum unser Mistplatz im Dritten aufgelassen wurde.

Es gibt viele Gegenstände im Haushalt, Betrieb und im Büro, die nicht im Haushaltsmüll entsorgt werden können bzw. sollten. Elektronikgeräte, Farben, und Metalle müssen zum Beispiel fachgerecht abgegeben werden. Anderen Gegenständen wie z.B. Kinderfahrrädern oder Sesseln können wir ein zweites Leben geben – in etwa beim 48er Tandler.

In Wien können solche Problemstoffe, größere Gegenstände wie Möbel, und Dinge, die wir nicht mehr brauchen an einem von 15 Mistplätzen abgegeben werden.

Bis vor Kurzem hatte auch der dritte Bezirk für viele Jahre einen funktionierenden, kleinen und feinen Mistplatz in der Grasberggasse. Dieser wurde ohne Ankündigung bzw. Teilhabeprozess endgültig geschlossen.

Die Grünen Landstraße stellten am 17. September 2020 den Antrag an die zuständige Stadträtin Ulli Sima (SPÖ), zu prüfen ob der alte Mistplatz in der Grasbergergasse wieder eröffnet werden kann oder ein neuer Standort im Bezirk gefunden werden kann.

Zu einer nachhaltigen und sauberen Stadt gehören auch Mistplätze. Der 3. Bezirk hatte bisher einen funktionierenden Standort für die Bevölkerung. Jetzt werden den Landstraßerinnen und Landstraßern längere Wege zugemutet und es wird unnötiger Verkehr erzeugt – falls man die Möglichkeit hat auf ein Auto zurückzugreifen.

Die Antwort der zuständigen Stadträtin Ulli Sima, die in der neuen rot-pinken Stadtkoalition für Innovation, Stadtplanung und Mobilität zuständig ist erklärt, dass kein neuer Mistplatz im Bezirk vorgesehen ist. Gründe sind u.a. fehlende Wirtschaftlichkeit und die Zumutbarkeit weiterer Entfernungen mit dem Autp

Frau Sima erkennt, dass “Bürger*innen, die jahrelang einen Mistplatz in Gehreichweite hatten, diesen Komfort bei einem Standortwechsel vermissen.” Leider gibt sie weder eine Erklärung für die Auflassung noch bietet sie eine Perspektive für die Landstraßer*innen. Es wird darauf verwiesen, auf andere Bezirke auszuweichen. Die nächsten sind in Favoriten in der Eva-Zilcher-Gasse und in Simmering in der Johann-Petrak-Gasse.

Fehlender Innovationsgedanke und das festgefahrene Denken vergangener Jahrzehnte zeigt sich auch in dem Satz, dass die Bevölkerung bei größeren Anlieferungen auf das Auto angewiesen ist. Es ist möglich, Gegenstände z.B. mit dem Lastenrad zu transportieren, in “Bring-Genossenschaften” zu sammeln und verwerten oder mehr Initiativen zur Reparatur zu schaffen.

Wir arbeiten daran, den Bezirk noch nachhaltiger und sauberer zu gestalten. Dazu gehören nicht nur kurze Wege zu einem Mistplatz sondern auch Initiativen zur Müllvermeidung, Förderung von Reparaturangeboten und Bewusstseinsbildung zur Umweltbelastung von Schadstoffen.

Falls Sie Ideen und Anmerkungen haben, freuen wir uns über Nachrichten an landstrasse@gruene.at bzw. einen Besuch im Lokal in der Rochusgasse 1.

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